„Und was ist mit mir?“
Wenn dein Herz zwei Zuhause hat und manchmal nicht weiß, wohin es zuerst will.
Stina ist eine kleine Störchin mit ziemlich großen Gefühlen. Sie lebt nicht in einem Nest, sondern in zwei. Durch ihre Augen erleben Kinder, was eine Trennung mit ihnen macht, und merken: Mir geht es genauso.
Kinder entscheiden nicht. Kinder halten fest: an Erinnerungen, an Routinen, an dem Wunsch, dass alles wieder so wird wie früher. Trennung bedeutet für sie keine getrennten Wege, sondern die Angst, dass Liebe nicht mehr gleichzeitig möglich sein könnte.
Dieses Buch öffnet eine Sprache, in der Gefühle sein dürfen, ohne dass sie sofort gelöst werden müssen.

Du siehst dein Kind an und spürst, dass etwas in ihm arbeitet.
Nicht, weil alles still wird, sondern weil es laut wird. Weil es sich wehrt, sich weigert und Sätze sagt, die verletzen, obwohl sie eigentlich nur schützen sollen. Viele Kinder ziehen sich nicht zurück. Viele kämpfen. Nicht, weil sie schwierig sind, sondern weil sie nicht wissen, wie man mit einem Gefühl lebt, das zu groß geworden ist.
Und du versuchst, ruhig zu bleiben, und findest Worte, die früher einfacher waren. Bis abends, wenn es still geworden ist, dieser Gedanke kommt, den man niemandem so leicht sagt: Was, wenn ich gerade alles falsch mache, obwohl ich mein Bestes gebe?
Der stille Kampf deines Kindes: Wenn ich laut bin, verliere ich dann jemanden? Wenn ich still bin, verliere ich dann mich? Dein Kind wartet auf ein Zeichen, dass seine Gefühle nicht „zu viel“ sind.
Kein fertiges Erklärmodell, sondern ein Anfang
Worte für große Gefühle
Dein Kind erkennt sich in Stina wieder und merkt: Was ich fühle, darf da sein, auch Wut, Angst und Traurigkeit gleichzeitig.
Entlastung im Loyalitätskonflikt
Viele Kinder glauben, sie müssten sich für eine Seite entscheiden. Das Buch nimmt diese Last ernst, ohne einen Elternteil schlechtzumachen.
Ein Anlass zum Reden
Du musst nicht schon wissen, wie du alles erklären kannst. Gemeinsam gelesen, öffnet das Buch Gespräche, die sonst schwer zu beginnen sind.
Aus der Praxis geschrieben
Seit 10 Jahren arbeite ich in der Jugendhilfe mit Kindern und Familien. Die Fragen, die Kinder in einer Trennung beschäftigen, begegnen mir dort immer wieder.
Für Eltern, die ihr Kind durch eine Trennung begleiten, und für Fachkräfte in Kita, Schule und Jugendhilfe.
Vielleicht ist es kein Ende. Aber es kann ein Anfang sein.
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